Resolution 1815 des Europarates vom 27.05.2011

  •  Die Resolution 1815 weist auf die potentiellen Gefahren durch elektromagnetische Felder und ihre Auswirkung auf die Umwelt hin. 

pollution electromagnetique

Am 27.5.2011 wurde die Resolution, die vom Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und regionale Angelegenheiten erarbeitet wurde, vom Ständigen Ausschuss des Europarates übernommen.

Felder und Frequenzen, die in Bereichen von Radar, Telekommunikation oder Mobilfunk vorkommen, haben potenziell schädliche, nicht-thermische biologische Effekte auf Pflanzen, Insekten, Tiere und auf den menschlichen Körper, selbst wenn diese einer Strahlung ausgesetzt sind, die unterhalb der offiziellen Grenzwerte liegt.

Alle Bevölkerungsgruppen sind unterschiedlichsten Graden elektromagnetischer Felder ausgesetzt, wobei die Belastungen durch die sich ständig weiterentwickelnde Technik noch stärker ansteigen wird.

Drahtlose Netzwerke, die High-Speed-Internetzugänge und rückkanalfähige Modems, die Leitungsnetz unabhängig Fernsehempfang  ermöglichen, sind in Wohnungen, Büros, öffentlichen Bereichen, Schulen etc. anzutreffen.

In Bezug auf Grenzwerte und Normen empfiehlt der Ausschuss des Europarates, das ALARA-Prinzip: „so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar“ anzuwenden, um sowohl die sogenannten thermischen wie auch die a-thermisch biologischen Wirkungen elektromagnetischer Strahlung zu berücksichtigen.

Es könnte hier zu sehr hohen wirtschaftlichen Folgekosten kommen, sollten Frühwarnungen und Vorsorge vernachlässigt werden.

Der Europarat empfiehlt, dass die Mitgliedstaaten des Europarates alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, um die Exposition elektromagnetischer Felder zu reduzieren, insbesondere die Funkfrequenzen von Handys. Kinder und Jugendliche, deren Organismus noch im Aufbau ist, z.B. weniger Knochendichte auf weist, so dass Strahlung tiefer in das Körpergewebe eindringen kann, scheinen das größte Risiko zu haben.

  • für elektrosensible Personen die Einführung spezieller Maßnahmen zu veranlassen, um diese Personen zu schützen
  • über mögliche gesundheitliche Risiken durch drahtlose DECT-Telefone, Baby Sprechanlagen, WLAN und andere Haushaltsgeräte , die dauerhaft gepulste Mikrofrequenz Wellen auch im Standbybetrieb aussenden, aufzuklären
  • Handys, DECT-Telefoneund WLAN-Systemean Schulen und in Klassenräumen zu verbieten
  • die Erforschung innovativer Technologien zu unterstützen
  •  frühzeitig warnenden Wissenschaftlern Beachtung zu schenken und diese zu schützen.

Schwache elektrische Ströme sind natürlicher Bestandteil der menschlichen Physiologie, mit deren Hilfe es den Körperzellen ermöglicht wird, miteinander zu kommunizieren. Durch eine kontinuierliche Exposition durch EMFs wird die Gesundheit gefährdet. Wissenschaftliche Studien belegen a-thermische, biologisch wirksame Wirkungen auf das Zellgeschehen, das Nervensystem, die Genetik, die hormonelle Regulation. Es gibt inzwischen renommierte Studien, die einen Zusammenhang aufzeigen zwischen unterschiedlichen Funkfrequenzen und Hirntumoren, Auswirkungen auf das Nervensystem und Hirnfunktionen, das Immunsystem (allergische und entzündliche Prozesse).

Lt. Aussage des Europaparlaments ergeben sich genügend Beweise für die immense Belastung durch elektromagnetische Felder und Frequenzen.

 Die Resolution 1815 können Sie hier lesen.